23.01.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Und plötzlich mehr Lohn

Lange haben die britischen Beschäftigten von McDonald’s für eine Entgelterhöhung gekämpft. Dann gab das Unternehmen nach – klammheimlich

Christian Bunke, Manchester

Die Nachricht kam wie ein Dieb in der Nacht. Es gab keine großen Ankündigungen, keine Pressestatements. Eines Abends hing ein Zettel in britischen McDonalds-Filialen, der Lohnerhöhungen ankündigte. Falls das Unternehmen keine größere Aufmerksamkeit darauf lenken wollte, ist der Plan gescheitert. Ein Beschäftigter hat das Papier Anfang Januar der Tageszeitung Daily Mirror zugespielt. Diese veröffentlichte es prompt: Beschäftigte bei McDonald’s sollen mit Wirkung vom 21. Januar die größte Gehaltserhöhung seit zehn Jahren erhalten.

Am 10. September 2017 traten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zweier südenglischer Filialen für 24 Stunden in den Streik. Es war der erste Ausstand überhaupt auf britischem Boden in der Geschichte des Unternehmens. Die Streikenden forderten einen Mindeststundenlohn von zehn Pfund (etwa 11,30 Euro), ein Ende der ausbeuterischen und prekären »Zero hours«-Verträge und die Anerkennung der Nahrungsmittelgewerkschaft BFAWU.

Anders a...

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