23.01.2018 / Ausland / Seite 6

Protest gegen Präsidenten

In Demokratischer Republik Kongo mobilisiert katholische Kirche gegen Staatschef Kabila

Gerrit Hoekman

Bei Protesten gegen Präsident Joseph Kabila sind am Sonntag in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, sechs Menschen ums Leben gekommen. Das meldete die Nachrichtenagentur AFP. Landesweit wurden demnach mehr als 50 Menschen verletzt und über 100 verhaftet. Zu den Kundgebungen hatte die im Kongo mächtige katholische Kirche aufgerufen.

Die Demonstranten trugen Bibeln und Kruzifixe bei sich. Zunächst hielten sich die Sicherheitskräfte zurück, setzten dann aber doch Tränengas ein, wie die Neue Zürcher Zeitung am Montag berichtete. Die Teilnehmer bewarfen die Polizisten daraufhin mit Steinen. Der Anlass für die Unruhe: Am 26. Januar ist Joseph Kabila 17 Jahre an der Macht. Eigentlich endete seine Amtszeit bereits am 19. Dezember 2016, aber weil die Präsidentenwahl auf Ende 2018 verschoben wurde, ist Kabila weiterhin am Ruder.

Laut Verfassung des Kongo darf er nicht zum dritten Mal kandidieren. Nun suche er händeringend nach einer Möglichke...

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