23.01.2018 / Inland / Seite 5

Einladung für Spekulanten

NRW-Finanzminister zerschlägt erfolgreiches Team aus Steuerfahndern. Kritiker wittern Klientelpolitik

Ralf Wurzbacher

Beim Berufszweig der staatlichen Steuerfahnder ist mancherorts das Leistungsprinzip auf den Kopf gestellt: Wer sich zuviel Erfolg leistet, landet wahlweise im Vorruhestand, im Irrenhaus oder, wie aktuell in Nordrhein-Westfalen (NRW), bei der privaten Konkurrenz. Sandra Höfer-Grosjean und Volker Radermacher, die bis zuletzt mit reichlich Ausbeute für das Finanzamt Wuppertal gegen Steuerbetrüger zu Felde gezogen waren, wechseln zum 1. März zur Düsseldorfer Kanzlei Deloitte Legal. Deren Job ist es unter anderem, ihre Kunden vor den Zudringlichkeiten des Fiskus zu schützen. Was den Fall noch brisanter macht: Die Abgeworbenen sollen nicht ohne das politische Zutun der neuen Landesregierung die Seiten gewechselt haben.

Das jedenfalls behauptet der ehemalige NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD). Seinem Nachfolger, Lutz Lienenkämper von der CDU, wirft er vor, die beiden Topkräfte weggemobbt zu haben, um auf diesem Wege die Behörde zu schwächen. Das Fin...

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