22.01.2018 / Ansichten / Seite 8

Brüchige Bündnisse

Türkischer Einmarsch in Afrin

Peter Schaber

Artilleriebeschuss, massive Luftangriffe und der Einmarsch türkischer Truppen – Ankara hat einen großangelegten Militäreinsatz gegen die mehrheitlich von Kurden bewohnte und von ihnen selbst verwaltete Region Afrin im Norden Syriens begonnen. Die Invasion ist klar völkerrechtswidrig. Bombardiert werden häufig Wohngebiete, man will die Bevölkerung in Panik versetzen. Und von der türkischen Seite werden massenhaft Kämpfer islamistischer Banden eingesetzt.

Möglich wurde dieser Angriff deshalb, weil sich offenbar alle nennenswerten in den Krieg in Syrien involvierten Kräfte mit der Türkei auf einen Deal eingelassen haben. Russland zog seine Soldaten aus dem umkämpften Gebiet zurück und machte den Weg frei. Die USA verrieten erneut ihre »Bündnispartner«. Und Damaskus, das noch zwei Tage vor dem Beginn der von Ankara zynisch so genannten »Operation Olivenzweig« protzte, türkische Kampfflugzeuge abschießen zu können...

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