20.01.2018 / Ausland / Seite 7

Aufrüstung für Atomkrieg

US-Präsident Trump setzt vor allem auf neue Nuklearwaffen mit niedriger Sprengkraft

Knut Mellenthin

Die US-Administration plant die Entwicklung neuer Nuklearwaffen mit »niedriger Sprengkraft«. Kritiker warnen vor der Gefahr, dass dadurch die Schwelle zu deren Einsatz und zur Auslösung eines Atomkriegs gesenkt werde. Sie weisen zudem darauf hin, dass die US-Streitkräfte schon jetzt etwa 1.000 Atomwaffen in ihrem Arsenal haben, deren Sprengkraft als »niedrig« eingestuft wird. Zum Vergleich: Unter diese Bezeichnung wäre mit ungefähr 13 Kilotonnen TNT auch die Bombe einzuordnen, mit der die USA am 6. August 1945 Hiroschima zerstörten.

Die Planung der neuen Atomsprengköpfe ist Teil einer umfassenden »Modernisierung« der US-amerikanischen Nuklearwaffen. Dabei handelt es sich um die Ersetzung so gut wie aller atomaren Gefechtsköpfe und ihrer Trägersysteme – Raketen und »Cruise-Missiles«, aber auch U-Boote und Kampfflugzeuge – durch neue, noch zu entwickelnde oder jedenfalls noch nicht einsatzbereite Modelle. Damit verbunden ist eine enorme Steigerung der milit...

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