20.01.2018 / Ausland / Seite 6

Mord im Kosovo

Oliver Ivanovic hatte Belgrad und Pristina immer wieder kritisiert

Roland Zschächner

Es waren Szenen wie aus einem Mafiafilm, die sich am Dienstag morgen in Kosovska Mitrovica abspielten. Aus einem fahrenden Auto heraus wurde der Chef der Bürgerinitiative »Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit« (SDP) vor dem Sitz der Organisation erschossen. Fünf Kugeln trafen Oliver Ivanovic in den Oberkörper, jede medizinische Hilfe kam zu spät. Die noch immer unbekannten Täter entkamen so schnell, wie sie gekommen waren.

Ivanovic wurde am Donnerstag in Belgrad beigesetzt. Sowohl in Serbien wie auch im von diesem vor knapp zehn Jahren völkerrechtswidrig abgespaltenen Kosovo verurteilten Offizielle den Mord, der kurz vor einer neuen Gesprächsrunde zwischen Belgrad und Pristina geschah. Als die Nachricht über den Tod Ivanovics eintraf, verließ die serbische Delegation unmittelbar vor dem Treffen die belgische Hauptstadt.

Unterdessen wird darüber spekuliert, wer hinter dem Anschlag auf den bekannten Politiker steckt. Ivanovic war bei vielen im Kosovo un...

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