19.01.2018 / Feminismus / Seite 15

Ein Frühfeminist

200 Jahre nach dessen Niederschrift wurde Charles Fouriers Essay »Die Freiheit der Liebe« neu aufgelegt. Seine Kernforderung: Befreiung der Frau

Sabine Kebir

Die Ablehnung ausbeuterischer Gesellschaftsordnungen war in der Geschichte oft mit der mehr oder weniger klaren Erkenntnis verbunden, dass diese den Menschen sich selbst entfremden, bis hin zur Unterdrückung körperlicher Grundbedürfnisse. Auch deshalb ging politischer Widerstand schon in der Antike teilweise mit dem ungehemmten Ausleben von Sexualität einher. Das aber war meist patriarchal geprägt. Dieses Kennzeichen fehlt der Utopie »Die Freiheit in der Liebe«, die der Frühsozialist Charles Fourier (1772–1837) vor rund 200 Jahren entwarf und die 1967 in Frankreich erstmals als Buch erschienen ist. Die Edition Nautilus hat den 1977 vom Wagenbach-Verlag auf Deutsch publizierten Essay jetzt neu aufgelegt, versehen mit einem Vorwort der jungen feministischen Autorin Margarete Stokowski.

Fourier war sicher, »der soziale Fortschritt« werde sich »entsprechend den Fortschritten in der Befreiung der Frau« vollziehen. In einer Gesellschaft ohne Ausbeutung, die ...

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