17.01.2018 / Ausland / Seite 6

Keine Normalisierung

Schwere Kämpfe zwischen autonomen Milizen in Libyen machen geplante Wahlen fraglich

Knut Mellenthin

In der libyschen Hauptstadt Tripolis haben am Montag die schwersten Kämpfe seit mehreren Monaten stattgefunden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 20 Menschen getötet und 60 weitere verletzt. Schauplatz der drei Stunden dauernden Gefechte, bei denen auch Artillerie eingesetzt wurde, war die Umgebung des Flughafens Mitiga. Über ihn wird der Luftverkehr abgewickelt, weil der Internationale Flughafen der Hauptstadt bei Ben Gaschir seit 2014 wegen Kampfschäden unbrauchbar ist.

In Mitiga befindet sich ein Stützpunkt der Miliz »Spezialabschrecktruppe«, auch Rada genannt. Sie arbeitet für die international anerkannte »Regierung der Nationalen Verständigung« (GNA), ist aber organisatorisch selbständig. Auf dem Gelände ihre Stützpunkts befindet sich unter anderem eine Haftanstalt. Nach eigenen Angaben hält Rada dort 2.500 Menschen gefangen, bei denen es sich um Mitglieder des »Islamischen Staates« und von Al-Qaida, aber auch um gewöhnliche ...

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