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17.01.2018 / Inland / Seite 2

»Der Druck auf Flüchtlinge ist zu groß«

Bayern fällt durch hohe Zahlen bei Suiziden und Selbstmordversuchen Geflüchteter auf. Gespräch mit Stephan Dünnwald

Gitta Düperthal

Sie kritisieren, die hohe Zahl der psychischen Erkrankungen, Suizidversuche und Selbstmorde von Flüchtlingen in Bayern sei von der dortigen Staatsregierung zu verantworten. Wie stellt sich die Lage für Asylsuchende in Bayern dar?

158 Flüchtlinge haben 2016 in Bayern versucht, sich das Leben zu nehmen. Das sind nur die aktenkundigen Fälle, von den Behörden auf Anfrage der Grünen im Bayerischen Landtag eingeräumt. Sechs Suizide sind seither dokumentiert. Weiterhin kommen uns Suizidversuche im Kontext von Abschiebungen, Abschiebehaft oder in Psychiatrien, in die Flüchtlinge eingeliefert werden, zu Ohren. Diese Selbstmordversuche wurden weder ernst genommen, noch in die Statistik eingetragen. In der Nacht zum 2. Januar sprang zum Beispiel ein 22jähriger Afghane in der Unterkunft Abensberg aus dem Fenster, was im Zusammenhang mit einer angedrohten Abschiebung stand. Zuvor hatte er Mitbewohnern gesagt, er halte die Angst nicht mehr aus. Im Sommer 2017 hatte sic...

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