12.01.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wahrheitssuche

Dokumentarfilm beleuchtet Rolle von VW während brasilianischer Militärdiktatur. Debatte in Berlin

Peter Steiniger

Volles Haus im Simón-Bolívar-Saal des Ibero-Amerikanischen Instituts der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: Am Dienstag abend zeigte dort der Verein »Lateinamerika-Forum Berlin« die im Sommer 2017 zuerst ausgestrahlte ARD-Dokumentation von Stefanie Dodt und Thomas Aders »Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur«. Die Ereignisse liegen Jahrzehnte zurück, doch ehemalige Arbeiter von VW do Brasil, der Tochter des deutschen Konzerns, wie Lúcio Bellantani, der zwei Jahre lang verhaftet war und gefoltert wurde, kämpfen damit bis heute. Nicht alle seine Kollegen, die politische Verfolgung erfuhren, haben die Torturen überlebt. Ans Messer geliefert wurden sie auch von Aufpassern auf dem Werksgelände. Gemeinsam mit anderen VW-Veteranen kämpft Bellantini nun dafür, dass der Konzern endlich »die Wahrheit anerkennt«. Für die Dreharbeiten durfte er, um die Genehmigung dazu war lange gefeilscht worden, sein altes Werksgelände in São Bernardo do Campo noch ...

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