13.01.2018 / Inland / Seite 8

»Der Preis für widerständiges Handeln steigt«

Das bisher härteste Urteil zu den G-20-Protesten: 3,5 Jahre wegen eines angeblichen Flaschenwurfs. Gespräch mit Matthias Wisbar

Kristian Stemmler

Ihr Mandant Christian R. hat am Dienstag die bisher höchste Strafe der mehr als 25 abgeschlossenen Verfahren gegen G-20-Gegner kassiert: dreieinhalb Jahre für den Wurf einer angeblich abgebrochenen Bierflasche. Hatten Sie damit gerechnet?

Ich habe damit gerechnet, dass der Mandant trotz seiner Erklärung, nichts geworfen zu haben, unverhältnismäßig hart verurteilt werden würde. Dabei haben allerdings dreieinhalb Jahre weit außerhalb meiner Vorstellung gelegen. Allerdings gehört es bei diesem Gericht eigentlich zum Erwartbaren, das genau das passiert.

Hinter dem Urteil steht der in linken Kreisen berüchtigte Hamburger Amtsrichter Johann Krieten, der beim ersten G-20-Prozess den Niederländer Peike S. wegen zweier Flaschenwürfe zu 31 Monaten Haft verurteilte. Was geht in Krieten vor?

Das müssen Sie Herrn Krieten fragen. Man kann aber den Eindruck gewinnen, dass besonders krachende Urteile die mediale Aufmerksamkeit auf die mit diesen Urteilen ja immer verbund...

Artikel-Länge: 4329 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe