12.01.2018 / Feminismus / Seite 15

Die Nicht-Selbstmörderin

Der lange Weg zur »Tatort«-Kommissarin: Adele Neuhauser, die auch eine renommierte Theaterschauspielerin ist, hat ein autobiographisches Buch vorgelegt

Gisela Sonnenburg

Manchmal ist das Wort »Memoiren« angebracht. Zum Beispiel für das Buch »Ich war mein größter Feind« von Adele Neuhauser, die darin erzählerisch, aber nicht chronologisch, aus ihrem Leben berichtet. Denn in dem Begriff steckt das Memorieren, das lebendige Erinnern. Und die Art, wie die Charakterdarstellerin sich erinnert, wirkt so plastisch, als säße sie einem plaudernd bei einem Pott Kaffee gegenüber. Dem Brandstätter-Verlag, der ihre Geschichte herausbrachte, klang »Memoiren« hingegen wohl zu nostalgisch. Er untertitelt das Buch als Autobiographie. Das suggeriert eine gewisse Struktur. Doch der Band ist anders gestrickt. Assoziative Muster herrschen vor, statt kalter Daten stehen Personen im Mittelpunkt.

Neuhausers Jugenderinnerungen sind außergewöhnlich und werden mit Witz, manchmal mit doppeldeutigem Hintersinn kommentiert. So begann die 1959 in Athen geborene und ab ihrem vierten Lebensjahr in Wien aufgewachsene Schauspielerin schon mit zehn heimli...

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