12.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Planlos und chaotisch«

Die Linke NRW erneuert Forderung nach Untersuchungsausschuss zur Loveparade-Tragödie. Gespräch mit Oliver Schulz

Interview: Markus Bernhardt

Anfang Dezember hat das Landgericht Duisburg die Hauptverhandlung rund um die Loveparade-Katastrophe eröffnet. Sie waren bei der Tragödie, bei der 2010 in Duisburg 21 Menschen gestorben und mehrere hundert verletzt wurden, als Sanitäter im Einsatz. Wie haben Sie die damaligen Ereignisse in Erinnerung?

Ich erinnere mich vor allen Dingen an das große Chaos, die Hilflosigkeit und die Ohnmacht der Rettungskräfte. Ein befreundeter Kollege wurde durch den Einsatz als einer der ersten Helfer im Tunnel so schwer traumatisiert, dass er bis heute nicht mehr arbeiten kann. Der ganze Tag lief vollkommen chaotisch und planlos ab.

Was genau ist aus Ihrer Sicht beim damaligen Einsatz schiefgelaufen?

Der Informationsfluss für die im Einsatz befindlichen Helfer war vollkommen ungenügend. Bereits bei der morgendlichen Einsatzbesprechung gab es auf die Frage, wie Zu- und Abfahrtswege zum Gelände überhaupt erreicht werden konnten, nur hilfloses Schulterzucken der Einsatzleit...

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