12.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Verzögertes Verfahren

Erste Zeugenaussage im Loveparade-Prozess

Markus Bernhardt

Im Loveparade-Prozess hat die erste Zeugin berichtet, wie sie vor sieben Jahren in Duisburg in das tödliche Gedränge geriet. Ihre Schwester habe sich auf dem Loveparade-Gelände an einer Glasscherbe die Hand verletzt, berichtete die 31jährige Auszubildende am Donnerstag. Auf der Suche nach medizinischer Hilfe sei sie dann mit ihr in das Gedränge geraten. Eine Kette aus Polizisten habe sie am Verlassen des Geländes gehindert. Die Kette sei dann auseinandergerissen worden, und das Gedränge habe zugenommen. Ihre Schwester habe noch gefleht: »Halt meine Hand fest, lass ja nicht los.« Doch dann sei sie dennoch weggerissen worden. Beim Versuch, eine Treppe an der Zugangsrampe zu erreichen, sei sie gestürzt. Menschen hätten auf ihr gelegen. »Links von mir lag ein junges Mädchen und rief: ›Hilf mir, hilf mir.‹ Aber das ging nicht. Ich konnte mich selbst nicht befreien, weil Menschen auf mir lagen. Es wurde immer schwerer. Weiter weiß ich nicht mehr, ich bin dann ...

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