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11.01.2018 / Inland / Seite 2

»Erdogan-Kritiker sind in der BRD nicht sicher«

In der Nacht zum Montag wurde auf den Fußballer Deniz Naki geschossen. Stehen türkische Agenten hinter dem Anschlag? Ein Gespräch mit Cansu Özdemir

Peter Schaber

Der frühere St.-Pauli-Fußballer Deniz Naki gilt als Sympathisant der kurdischen Bewegung, in der Türkei stand er deshalb vor Gericht. Hat das Attentat auf ihn eine politische Dimension?

Ich gehe davon aus, dass es politische Hintergründe gibt. Naki wurde in der Türkei bereits mehrfach angegriffen, einmal wurde er zusammengeschlagen. Es gab ein Verfahren gegen ihn wegen angeblicher Terrorpropaganda. Dass das an den Haaren herbeigezogen ist, weiß jeder, der Naki kennt. Er hat sich immer für ein friedliches Zusammenleben in der Türkei eingesetzt.

Zum Kontext des Falles gehört zudem, dass vor einigen Tagen Garo Paylan, ein Abgeordneter der linken türkisch-kurdischen Partei HDP, auf einer Pressekonferenz davor gewarnt hat, dass Mordkommandos des türkischen Geheimdienstes MIT erneut auf dem Weg nach Europa seien. Ein dreiköpfiges Team sei losgeschickt worden, um Personen zu eliminieren, die auf einer Todesliste stehen.

Die Schüsse auf Herrn Naki sind ja nicht d...

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