10.01.2018 / Inland / Seite 5

Klientelpolitik für Gutverdiener

Aus Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, CDU und CSU sickern Steuerpläne durch

CDU, CSU und SPD haben der Presse durchgestochen, dass sie im Falle einer erneuten Regierungsbildung die Einkommenssteuer ändern wollen. Um Facharbeiter zu entlasten, soll künftig 42 Prozent seiner Lohnsumme abgeben, wer mehr als 60.000 Euro im Jahr verdient. Bislang galt dies für Einkommen ab 53.700 Euro. Die SPD wolle den Spitzensteuersatz schrittweise von 42 auf 45 Prozent anheben, berichtete dpa am Dienstag über die Sondierungsgespräche vom Vorabend. Die Union sei dagegen. Die schrittweise Erhöhung um drei Punkte soll nach SPD-Vorstellung als Ausgleich für Pläne dienen, ihn erst bei etwas höheren Einkommen greifen zu lassen.

Kritik an den Plänen äußerte am Dienstag der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher: »Eine Steuerreform ist sinnvoll, wenn sie die Anreize für Arbeit verbessert«, sagte er gegenüber Reuters. »Ein späteres Greifen des Spitzensteuersatzes alleine wäre eine reine Klientelpolitik, denn nur ...

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