09.01.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Lehrer im Hungerstreik

Bangladesch: Protestaktionen im Bildungssektor. Beschäftigte nichtstaatlicher Schulen und Grundschullehrer fordern Einkommensgerechtigkeit

Thomas Berger

Das neue Jahr hat in Bangladeschs Bildungswesen so angefangen, wie das alte endete – mit Arbeitskämpfen. Seit Silvester befinden sich in der Hauptstadt Dhaka, versammelt vor dem zentralen Presseklub, Hunderte Pädagogen im Hungerstreik. Allein 115 Personen waren bis letzten Donnerstag auch wegen der verweigerten Nahrungsaufnahme als erkrankt registriert. Bei den derzeit Streikenden handelt es sich um Lehrer an zwar staatlich anerkannten, aber von nichtstaatlichen Trägern betriebenen Schulen. Sie fordern von der Regierung eine Aufnahme in das staatliche Gehaltssystem »Monthly Pay Order« (MPO). Die Regierung hatte die Zulassung aus Geldnot gestoppt, und die Schulträger können es sich nicht leisten, die Personalkosten zu tragen. Betroffen sind laut der bangladeschischen Tageszeitung The Daily Star etwa 80.000 Männer und Frauen, die landesweit an 5.242 Schulen unterrichten. Sie erhielten teilweise schon seit Jahrzehnten kein reguläres Gehalt, sondern nur gerin...

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