09.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

13 Jahre Ungewissheit

Gedenken an Oury Jalloh: Bruder des Opfers bedankt sich bei Tausenden Demonstranten

Susan Bonath, Dessau

Mehr als 4.000 Menschen haben am Sonntag in der 85.000-Einwohner-Stadt Dessau in Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh ein deutliches Zeichen gesetzt. »Wir werden nicht aufhören, Aufklärung zu fordern und die Justiz unter Druck zu setzen, auch wenn sie uns verfolgen«, sagte Mouctar Bah unter lautem Beifall. Bah war mit dem 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannten Flüchtling aus Sierra Leone befreundet, hatte die Initiative mit ins Leben gerufen. Er selbst und viele andere seien immer wieder mit konstruierten Vorwürfen angeklagt worden.

Man habe ihm auch die Lizenz für ein Internetcafé entzogen. »Wir alle haben ein Ziel: Rassismus muss bekämpft werden, dafür müssen wir eine gemeinsam Sprache sprechen«, so Bah. Diese Gewalt sei Teil des Systems und Jalloh ihr Symbol. Sein Bruder Mamadou Saliou Diallo solle sehen, »wie viele Leute heute an Oury denken«.

Saliou Diallo, mit Hilfe von Spenden aus Guinea angereist, tr...

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