08.01.2018 / Inland / Seite 4

Die Linke muss Partei bleiben

Die Idee, eine »Sammlungsbewegung« zu formieren, schwächt soziale Bewegungen

Leander Sukov

Die Linke muss Partei sein wollen. Und daran hapert es bei vielen Genossen gewaltig. Der Vorstoß Oskar Lafontaines, der die existierende Partei zu einer linken »Sammlungsbewegung« umformen will, zeigt, dass unter denen, die ganz wesentlich zum Erfolg der Linken beigetragen haben, welche sind, denen ihr Parteiencharakter schnurz ist.

Den einen ist Die Linke zuwenig Hebel, um die entgleiste SPD wieder auf die Schienen zu stellen, den anderen ist sie nicht revolutionär genug. Den einen fehlt ein Godesberger Programm, den anderen bietet die Partei nicht genug Sturm auf das Winterpalais. Dabei ist sie weder die Partnerschaftsberatungsstelle für liebesbekümmerte Sozialdemokraten, die eigentlich das Parteibuch der SPD wiederhaben möchten und eine geläuterte SPD dazu, noch ist sie eine revolutionäre Avantgarde neuen (Leninschen) Typs. Sie ist eine linke, sozialistische Partei. Und sie hat eine Traditionslinie. Der allerdings wird sie im Inneren nicht gerecht.

Ohn...

Artikel-Länge: 3354 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe