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08.01.2018 / Inland / Seite 4

Die Linke muss Partei bleiben

Die Idee, eine »Sammlungsbewegung« zu formieren, schwächt soziale Bewegungen

Leander Sukov

Die Linke muss Partei sein wollen. Und daran hapert es bei vielen Genossen gewaltig. Der Vorstoß Oskar Lafontaines, der die existierende Partei zu einer linken »Sammlungsbewegung« umformen will, zeigt, dass unter denen, die ganz wesentlich zum Erfolg der Linken beigetragen haben, welche sind, denen ihr Parteiencharakter schnurz ist.

Den einen ist Die Linke zuwenig Hebel, um die entgleiste SPD wieder auf die Schienen zu stellen, den anderen ist sie nicht revolutionär genug. Den einen fehlt ein Godesberger Programm, den anderen bietet die Partei nicht genug Sturm auf das Winterpalais. Dabei ist sie weder die Partnerschaftsberatungsstelle für liebesbekümmerte Sozialdemokraten, die eigentlich das Parteibuch der SPD wiederhaben möchten und eine geläuterte SPD dazu, noch ist sie eine revolutionäre Avantgarde neuen (Leninschen) Typs. Sie ist eine linke, sozialistische Partei. Und sie hat eine Traditionslinie. Der allerdings wird sie im Inneren nicht gerecht.

Ohn...

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