Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
06.01.2018 / Inland / Seite 4

Kriegsübung gegen links

Jahresrückblick 2017. Heute: Proteste gegen den G-20-Gipfel und Folgen

Kristian Stemmler

Vor einem Jahr sagte das Kürzel »G 20« nur einem kleinen Kreis politisch Interessierter wirklich etwas. Ihnen war es als Abkürzung für die »Gruppe der 20« ein Begriff, einer seit 1999 bestehenden Kungelrunde der 19 wichtigsten Indus­trie- und Schwellenländer und der EU mit jährlichen Gipfeltreffen. Im Sommer 2017 waren die G 20 schlagartig in aller Munde. Mit den Ereignissen bei deren Gipfeltreffen in Hamburg am 7. und 8. Juli wurde der Begriff mit komplett neuer Bedeutung aufgeladen – allerdings einer je nach politischem Standpunkt ganz unterschiedlichen.

Aus linker Sicht steht »G 20« seither für ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte von Protesten gegen die neoliberale Globalisierung, für Tage, in denen es gelang, die Straße trotz enormer Repressalien zu erobern, den schönen Schein des Gipfeltreffens zu zerstören. Zugleich steht »G 20« aber auch für Gewaltexzesse der Polizei, für massive Rechtsbrüche der Stadt Hamburg schon im Vorfeld und brutale Üb...

Artikel-Länge: 6937 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €