06.01.2018 / Inland / Seite 4

Kriegsübung gegen links

Jahresrückblick 2017. Heute: Proteste gegen den G-20-Gipfel und Folgen

Kristian Stemmler

Vor einem Jahr sagte das Kürzel »G 20« nur einem kleinen Kreis politisch Interessierter wirklich etwas. Ihnen war es als Abkürzung für die »Gruppe der 20« ein Begriff, einer seit 1999 bestehenden Kungelrunde der 19 wichtigsten Indus­trie- und Schwellenländer und der EU mit jährlichen Gipfeltreffen. Im Sommer 2017 waren die G 20 schlagartig in aller Munde. Mit den Ereignissen bei deren Gipfeltreffen in Hamburg am 7. und 8. Juli wurde der Begriff mit komplett neuer Bedeutung aufgeladen – allerdings einer je nach politischem Standpunkt ganz unterschiedlichen.

Aus linker Sicht steht »G 20« seither für ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte von Protesten gegen die neoliberale Globalisierung, für Tage, in denen es gelang, die Straße trotz enormer Repressalien zu erobern, den schönen Schein des Gipfeltreffens zu zerstören. Zugleich steht »G 20« aber auch für Gewaltexzesse der Polizei, für massive Rechtsbrüche der Stadt Hamburg schon im Vorfeld und brutale Üb...

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