05.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Gescheiterte Hoffnung

Im Westen herrscht Uneinigkeit über die Proteste im Iran

Knut Mellenthin

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ungewöhnlich deutlich vor den radikalen Kommentaren einiger westlicher Staaten zu den Protestaktionen im Iran gewarnt. Die offizielle Tonart in den mit Frankreich verbündeten Ländern USA, Israel und Saudi-Arabien sei »nahezu so, dass sie uns in einen Krieg führen könnte«. Es sei »sehr wichtig, mit dem Iran im Gespräch zu bleiben«, »denn der Abbruch der Beziehungen und der Wille, das Atomabkommen zu zerstören, bergen das Risiko, in einen Krieg hineinzutreiben«, sagte Macron am Mittwoch während einer Pressekonferenz. Der französische Staatschef unterstrich damit wieder einmal seinen Führungsanspruch gegenüber den anderen EU-Mitgliedern, deren Regierungen sich zum vermutlich brisantesten Thema dieser Tage nur unentschlossen und widersprüchlich geäußert hatten.

Die USA, Israel und Saudi-Arabien sind jene Staaten, deren führende Politiker anlässlich der zahlenmäßig nur geringfügigen Protestaktionen im Iran offen u...

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