04.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Verlängerte Werkbänke

Tschechien und der Slowakei geht es nicht schlecht. Beschäftigte wollen ihren Anteil haben

Reinhard Lauterbach

Tschechien und die Slowakei verfügen heute über relativ ähnliche Wirtschaftsstrukturen. Beide Länder haben sich seit dem Ende des Sozialismus zu »verlängerten Werkbänken« internationaler Konzerne entwickelt. Eine liberale Investitionsgesetzgebung lockte vor allem westeuropäische Autokonzerne und deren Zulieferer in die beiden Länder. Klassisch ist der Fall der tschechischen Volkswagen-Tochter Skoda, die mit 20.000 Beschäftigten bei weitem größter industrieller Arbeitgeber des Landes ist. Eine weitere Großinvestition des Wolfsburger Konzerns liegt bei Bratislava in der Slowakei. Dort fertigen etwa 12.000 Beschäftigte einerseits Kleinwagen, andererseits fette SUVs der Marke Audi. Auch Peugeot, Hyundai, Kia und neuerdings Jaguar haben im Umkreis der slowakischen Hauptstadt investiert. Wirtschaftsmedien unken, die absehbare Konkurrenz um Facharbeiter werde die Löhne hochtreiben.

Einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Arbeitskämpfe bot im letzten Somme...

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