04.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Glücklich geschieden

Tschechien und die Slowakei 25 Jahre nach der Trennung

Reinhard Lauterbach

Die Tschechoslowakei entstand 1918 beim Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie infolge der Niederlage im Ersten Weltkrieg. Die Länder der »böhmischen Krone« bildeten den tschechischen Landesteil, das slawischsprachige »Oberungarn« den slowakischen. Das Konstrukt einer »tschechoslowakischen« Nation überwölbte den Umstand, dass in der kapitalistischen wie in der sozialistischen Tschechoslowakei der tschechische Teil immer etwas auf den slowakischen herabblickte. Der fühlte sich umgekehrt permanent zu kurz gekommen im Verteilungskampf um nationale Ressourcen. Die deutschen Faschisten machten sich diesen Gegensatz zunutze, als sie im Zuge ihrer Annexion der Tschechoslowakei im März 1939 im slowakischen Teil einen Marionettenstaat installierten. Die Slowaken konnten 1944 zwar einen weite Teile des Landes umfassenden antifaschistischen Aufstand organisieren, aber von slowakischer Autonomie wollte unter diesen Umständen in der Nachkriegstschechoslowak...

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