03.01.2018 / Ausland / Seite 6

Bombenstimmung

Jahresrückblick 2017. Heute: Korea. Eine neue »Sonnenscheinpolitik« hätte Erfolgschancen gehabt. Gescheitert ist sie an Washington

Rainer Werning

Innen- wie außenpolitisch durchlebten die Republik Korea (Südkorea) und die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK, Nordkorea) ein überaus turbulentes Jahr. Für beide Teile der Koreanischen Halbinsel hatten die Zeichen im Spätherbst 2016 auf (Wieder-)Annäherung und Entspannung gestanden. Als jedoch mit Donald Trump ein neuer Mann ins Weiße Haus einzog und der US-Präsident als »Schutzherr« des im Kalten Krieg als »antikommunistischer Frontstaat« gehätschelten Südkorea dort stärker als in den vergangenen Jahren intervenierte, kippte die Stimmung. Für Nordkorea war Trumps Agieren ein Anlass, sein ambitioniertes Nuklearprogramm weiterzuentwickeln, verstärkt Raketentests durchzuführen und mit dem Abschuss einer Interkontinentalrakete vom Typ »Hwasong 15« am 28. November seinen Anspruch zu untermauern, die weltweit neunte Atommacht zu sein.

Ab Ende Oktober 2016 hatten »Kerzenschein-Demonstrationen« das Bild der südkoreanischen Metropole Seoul geprägt. Zuerst w...

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