02.01.2018 / Feuilleton / Seite 10

Dräuende Heugabel

Helmut Höge

Im sibirischen Krasnojarsk wurde 1987 das letzte Lenin-Museum der Sowjetunion errichtet. Es verfügte über keine Originalexponate und wurde als Kunst- und Kulturzentrum genutzt. Derzeit findet dort die »13. Biennale für zeitgenössische Kunst« statt, mit finanzieller Beteiligung des Österreichischen Kulturforums und des Goethe-Instituts. Gezeigt wird revolutionäre Kunst aus der russischen Provinz. Das musste die Russland-Korrespondentin der FAZ, Kerstin Holm, interessieren. Wo täglich auf amimäßige Unart Russland runtergemacht wird, hat es eine engagierte Korrespondentin nicht leicht. Kerstin Holm erledigt die Russland-Kritik pflichtgemäß auf den Politik-Seiten, mit ihren Kürdarbietungen ist sie aufs Feuilleton ausgewichen und schreibt dort ellenlange Riemen über dieses und jenes russische Museum, ist dabei jedesmal hellauf begeistert. Über das Krasnojarsker Lenin-Museum teilte sie mit: »Der brutalistisch fensterlose Monumentalbau am Jenissej-Ufer, der kein...

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