Der Schwarze Kanal
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02.01.2018 / Ausland / Seite 7

Neujahr in Syrien

In dem Kriegsland halten die Kämpfe an, doch zugleich gibt es Hoffnung auf ein Ende der Gefechte

Karin Leukefeld, Damaskus

»Ein gutes neues Jahr? So etwas kennen wir hier in Syrien nicht«, sagt der Mann. Der erklärte Gegner der syrischen Regierung, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, sieht verbittert aus, als er auf die Neujahrswünsche seines Neffen antwortet. »Seit sieben Jahren wünschen wir uns ein ›gutes neues Jahr‹, und jedes Jahr ist es noch schlimmer geworden. Nichts wird sich ändern in Syrien, auch in diesem Jahr nicht.« Der Neffe spricht beruhigend auf seinen Onkel ein und erinnert ihn daran, dass die Kämpfe zurückgegangen seien und viele Menschen in dem Kriegsland Hoffnung schöpften. »Erst brauchen wir Frieden, dann muss es politische Änderungen im System geben, anders geht es nicht«, fügt er hinzu und wendet sich wieder seiner Arbeit zu.

Der 1. Januar ist in Syrien zwar ein offizieller Feiertag. Er gilt aber vor allem für staatliche Einrichtungen wie Schulen, Universitäten und Ministerien. Viele Geschäfte haben schon am frühen Morgen wieder geöffnet, i...

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