28.12.2017 / Inland / Seite 8

»Nachts hören wir die Bagger, spüren Vibrationen«

Kahlschlag beim Hambacher Forst hat schlimme Folgen für die Anwohner. Gespräch mit Andreas Büttgen

Gitta Düperthal

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, CDU, fordert die künftige Bundesregierung auf, sich stärker für die Abschaltung des belgischen Pannenreaktors Tihange zu engagieren. Kohleemissionen schätzt er dagegen als weniger riskant ein. Was halten Sie von dieser Energiepolitik?

Wir, ein Bündnis von 15 Bürgerini­tiativen und Umweltverbänden, kritisieren das. Laschet versucht so, dem Energiekonzern RWE weiter die Kohleproduktion im Rheinland zu ermöglichen. Nur deshalb ist er nun öffentlichkeitswirksam zur Erkenntnis gelangt, dass das AKW Tihange eine Gefahr darstellt. Er plädiert dafür, neue Leitungen aus NRW nach Belgien zu legen, um die Stromproduktion des Reaktors zu ersetzen. Drei Gigawatt Braunkohlestrom will er Belgien zur Verfügung stellen. Umkehrschluss ist aber doch: Bei uns wird dieser Strom gar nicht gebraucht.

Antiatom- und Antikohleinitiativen werfen Laschet vor, als Lobbyist für RWE zu wirken.

Wir merken den Regierungswechse...

Artikel-Länge: 3861 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe