28.12.2017 / Ausland / Seite 7

Mit zweierlei Maß

USA verhängen Sanktionen wegen Wahlbetrug gegen Nicaragua – und ignorieren Manipulationen in Honduras

André Scheer

Die US-Administration hat am vergangenen Donnerstag Sanktionen gegen den Präsidenten des Obersten Wahlrats (CSE) von Nicaragua, Roberto Rivas, verhängt. In einer knappen Stellungnahme begründete das Finanzministerium in Washington die Maßnahme mit Rivas Verwicklung in Wahlbetrug und Korruption. Einen Tag später erkannte das State Department offiziell die Wiederwahl von Juan Orlando Hernández als Präsident von Honduras an und verwies die Bürger des zentralamerikanischen Landes, die das vom Obersten Wahlgericht verkündete Ergebnis nicht anerkennen, auf den »vom honduranischen Recht vorgesehenen Weg«.

Als einer der ersten reagierte darauf Boliviens Präsident Evo Morales. Über Twitter kritisierte der antiimperialistische Staatschef am Montag die »Doppelmoral«. Die Vereinigten Staaten bestraften Rivas »aufgrund des klaren demokratischen Sieges des Bruders Daniel Ortega bei den nationalen und Kommunalwahlen«, während »das Imperium über den Betrug in Honduras ni...

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