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28.12.2017 / Ausland / Seite 2

»Veränderungen gehen von den Menschen aus«

Die USA verfolgen in Honduras vor allem strategische Ziele und drängen auf Anerkennung des Wahlergebnisses. Gespräch mit Berta Zúniga Cáceres

Jan Schwab, La Esperanza

Die Situation in Honduras ist gerade zerfahren. Regierung und Opposition haben sich zum Sieger der Wahl erklärt. Wie sehen Sie das: Hat die Regierung die Wahlen gezielt manipuliert?

Es ist offensichtlich, dass es einen Wahlbetrug gab. Das Ganze läuft systematisch, denn das Wahlsystem ist Teil des Regierungsapparats und seiner Netzwerke. Für die Bevölkerung ist die derzeitige politische Auseinandersetzung gefährlich, denn die Verfassung und die Gesetze der Republik werden seitens der Regierung nicht respektiert. Doch trotz des versuchten Staatsstreichs und der Militarisierung der Auseinandersetzung geht die Bevölkerung weiter auf die Straße. Insbesondere für die indigenen Völker, die sich in keiner politischen Partei vertreten sehen, ist es immens wichtig, dem »Weiter so!« der Regierung entschieden entgegenzutreten.

Die Regierung hat brutal auf die Proteste der vergangenen Wochen reagiert, 22 Tote sind bereits zu beklagen. Wie bewerten Sie die Strategie de...

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