27.12.2017 / Ausland / Seite 6

Reaktionärer Staatsumbau

Jahresrückblick 2017. Heute: Spanien. Die Regierung formt das Land immer mehr nach ihrem Bild

Carmela Negrete

Kurz nach dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy verkündete die EU-Kommission Anfang Juli das Ende der Krise. In Brüssel interessiert dabei nicht, dass in Griechenland die Jugendarbeitslosigkeit immer noch 45 Prozent betrug und auch in Spanien rund 39 Prozent der Jugendlichen keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz hatten. Die Erfolgsmeldung machte mitten im Sommer die Runde, also zu einer Zeit, in der die meisten Menschen Urlaub machen. Bei 40 Prozent der Haushalte fiel er in diesem Jahr jedoch aus, sie konnten sich eine Ferienreise nicht leisten. Derweil machten die angeblich guten Wirtschaftsdaten Schlagzeilen: »Hohes Wachstum«, »ökonomische Erholung«, »die viertgrößte Volkswirtschaft im Euroraum erholt sich von der Krise«.

Schon im August stieg die Zahl der Erwerbslosen um weitere 46.400 Menschen. Amtlich galten rund 3,5 Millionen Spanier als erwerbslos. Gezählt werden allerdings nur diejenigen, die aktiv eine Arbeit suchen und im System regis...

Artikel-Länge: 7493 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe