20.12.2017 / Ausland / Seite 6

Strategisch verbündet

Jahresrückblick 2017. Heute: Saudi-Arabien. Der Krieg im Jemen stellt die Beziehungen zu den USA auf eine Probe

Knut Mellenthin

Wenn ein Mitglied der US-Regierung den »strategischen Verbündeten« Saudi-Arabien kritisiert, hören die Journalisten der internationalen Medien besonders aufmerksam zu und machen aus einer Mücke auch schon mal einen Elefanten. Die Leidenschaft der Trump-Administration für die Saudis, die »ein bestimmendes Element der frühen Außenpolitik« des neuen Präsidenten gewesen sei, kühle sich ab, titelte die New York Times am 8. Dezember. Anlass dieser recht weitgehenden Einschätzung war ein einziger Satz von Außenminister Rex Tillerson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Kollegen am selben Tag in Paris: »Ich denke, was Saudi-Arabiens Verhältnis zu Katar angeht, die Art, wie sie den Jemen-Krieg behandeln, an dem sie beteiligt sind, und die Situation im Libanon... Ich denke, wir möchten sie ermutigen, ein bisschen maßvoller und überlegter bei diesen Aktivitäten zu sein und alle Folgen zu bedenken.«

Daran schloss sich ein Appell des US-Außen...

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