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19.12.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Renaissance der Arbeitskämpfe

Band über »Streiks im 21. Jahrhundert« zeichnet neuere Ausstände in der Schweiz nach

Johannes Supe

Vor 70 Jahren war die Schweiz normaler, als sie es heute ist. »Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts lag die Streikbereitschaft der hiesigen Arbeiterinnen und Arbeiter durchaus im europäischen Durchschnitt«, weiß Andreas Rieger, zwischen 2007 und 2012 Kopräsident der größten Schweizer Gewerkschaft Unia. Noch gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hätten Zehntausende für mehr Lohn und die Anerkennung von Tarifverträgen gekämpft. Ein Blick auf die Daten des Staatssekretariats für Wirtschaft bestätigt das: Zwischen 1944 und 1948 streikten die Schweizer 33mal im Jahr, statistisch gesehen nahmen von 1.000 Beschäftigten vier am Arbeitskampf teil. So viele sollten es nie wieder werden. Die Streikbereitschaft im Alpenland nahm in der Folge drastisch ab, erreichte in den 80er Jahren ihren Tiefpunkt: Gerade zwei Ausstände im Jahr leisteten sich die Arbeiter; wo vormals vier von 1.000 aktiv wurden, waren es nun noch 0,07. Erst in der Zeit nach der Jahrtausendwende ga...

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