19.12.2017 / Ausland / Seite 8

»Die EU sollte die Rüstungsexporte stoppen«

Europa will sich mit Hilfe Libyens immer weiter abschotten. Um das durchzusetzen, wird das Land geschwächt. Gespräch mit Salah Zater

Martin Dolzer

In den vergangenen Wochen gab es mehrere Berichte über Sklavenmärkte in Libyen. Wie bewerten Sie diese?

Niemand kann bislang Genaues über das Video von CNN sagen, weil die Bilder aus dem Zusammenhang gerissen sind. Es ist aber in Libyen eine traurige Realität, dass Geflüchtete von Schleppern und Angehörigen von Milizen auf jede erdenkliche Art psychisch und physisch misshandelt und gefoltert werden oder »verschwinden«. Das Schicksal vieler Menschen bleibt ungeklärt. Unzählige Migranten sterben im Mittelmeer oder in den Händen der Mafia inner- und außerhalb der Flüchtlingszentren. Andere werden entgegen allen Regeln zum Schutz von Geflüchteten in ihre Heimatländer deportiert.

Experten sagen, dass die NATO Libyen unter anderem deswegen angegriffen hat, um zu verhindern, dass der ehemalige Staatschef Muammar al-Ghaddafi gemeinsam mit weiteren afrikanischen Regierungen den Aufbau einer Afrikanischen Zentralbank und eines Afrikanischen Währungsfonds fortführen...

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