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19.12.2017 / Ausland / Seite 7

Chile rückt nach rechts

Der Milliardär Sebastián Piñera gewinnt die Präsidentschaftswahlen. Linke Kräfte können sich nicht einigen

Sophia Boddenberg, Santiago de Chile

Tausende Menschen schwenken die chilenische Nationalflagge an der Plaza Italia in Santiago de Chile. »Se siente, se siente, Piñera presidente«, rufen sie – »Man fühlt es, Piñera ist Präsident«. Gegen 20 Uhr Uhr am Sonntag abend steht das Ergebnis der Stichwahl fest: Der rechtskonservative Unternehmer Sebastián Piñera wird erneut Präsident Chiles. Bereits 2010 hatte Piñera Michelle Bachelet im Präsidentenamt abgelöst, die 2014 dann wieder Staatschefin wurde. Auch die Meinungsforschungsinstitute irrten sich wieder. Anders als erwartet, setzte sich Piñera deutlich mit 54,6 Prozent gegen Alejandro Guiller durch, den Kandidaten des Mitte-links-Bündnisses »Fuerza de la Mayoría«. Aber was war geschehen?

Die Korruptionsvorwürfe gegen Piñera um die Finanzierung seiner Wahlkampagne im Jahr 2009 haben ihm anscheinend nicht geschadet. Ganz im Gegenteil, sie wurden als Beweis für seinen Unternehmergeist und Siegeswillen gesehen. Oft wird er auch als chilenische Versio...

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