19.12.2017 / Inland / Seite 5

Alles halb so schlimm?

Unternehmernahe Ökonomen halten die Tatsache, dass 3,2 Millionen Lohnabhängige mehreren Jobs nachgehen, für unproblematisch

Stefan Thiel

Das vermeintliche deutsche »Jobwunder« sorgt immer wieder einmal für neue Rekordmeldungen – zum Beispiel bei der Mehrfachbeschäftigung: Erst Mitte Oktober hatte eine Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zutage gefördert, dass in der Bundesrepu­blik mittlerweile rund 3,2 Millionen Lohnabhängige einen oder gleich mehrere Nebenjobs haben (siehe junge Welt vom 14. Oktober). Damit hat sich die Zahl der Nebenjobber seit dem Jahr 2003 mehr als verdoppelt.

Wer in dieser Entwicklung nun ein Problem sieht und gar davon ausgeht, dass die übergroße Mehrheit der Zweit- und Multijobber schlicht und einfach deshalb mehreren Beschäftigungen nachgeht, weil die Bezahlung der Haupttätigkeit nicht ausreicht, scheint sich zu irren – zumindest wenn es nach den Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln geht.

In einer am Montag veröffentlichten Studie legen die unternehmernahen Forscher ihren ganz eigenen Blick...

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