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23.12.2017 / Wochenendbeilage / Seite 7 (Beilage)

Aus einer Wurzel zart

Der Zauber von Musik und Liebe: Man muss die Weihnachtslieder ins Weltliche übersetzen

Stefan Siegert

Musik ist vieles. Nicht zum unwichtigsten Harmonie und Melodie. Experten sprechen von »Vertikale« – das sind die vielen, rechts am Notenhals übereinander stehenden schwarzen Notenköpfe eines Akkords – und von der horizontalen Komponente – das ist die Note für Note nebeneinander geschriebene Melodie. Sie war zuerst da. Musik ist vor Urzeiten aus der Horizontalen entstanden: Es gibt einen untrennbaren Zusammenhang von Musik und Liebe.

Das Fest der Liebe ist ein Fest der Melodien. Klar. Aber Weihnachtslieder haben, wie Lieder überhaupt, auch einen Text. Der handelt von Idyllen wie dem Schnee, den es früher zu Weihnachten gab, von der heiligen Langsamkeit fallender Flocken und vom klaren Frost der Winternacht, deren Geräusche der Schnee in selige Stille verwandelt, in der die Sterne glitzern am Himmelszelt, vom Schnee, der auf den Tannenzweigen lastet und von der Stimmung, die all der Glanz in den Herzen der Menschen hervorrief, als es ihn noch gab.

Die Texte...

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