18.12.2017 / Feuilleton / Seite 10

Sancho mit Tonsur-Perücke

Oder das heiße Blut der Jugend: Nurejews »Don Quixote«-Ballett in Hamburg

Gisela Sonnenburg

Wenn Rudolf Nurejew (1938–1993) einen Tanzabend inszenierte, machte er keine halben Sachen. 1966 schuf der Superstar, der mehrere Ballette aus der Sowjetunion in den Westen brachte, in Wien eine so kluge wie witzige Version des Klassikers »Don Quixote«, die nun beim Hamburg Ballett neu einstudiert wurde. Die Premiere am 10. September bewies einmal mehr, dass operettenhafte Leichtigkeit und geschichtsphilosophischer Hintergrund sich keineswegs ausschließen. Das Ballett punktet zudem mit einer neuen Generation junger Solisten, die dem spanisch inspirierten Folklore-Set viel Esprit und Eleganz verleihen.

Allen voran begeistern Madoka Sugai als Kitri und Alexandr Trusch als Basil. Die japanische Ballerina, erst 23 Jahre alt, gehörte früher zu John Neumeiers Bundesjugendballett, machte dort mit vielen verschiedenen Tanzformen Bekanntschaft. Jetzt kehrt sie zurück zur Klassik, absolviert als Kitri virtuose Sprünge und lange Balancen auf Zehenspitzen. Ihr durch ...

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