18.12.2017 / Inland / Seite 8

»Da gibt es nichts logisch zu erklären«

Willkür in der Türkei: Frühere Lehrerin der inhaftierten Mesale Tolu richtet Petition an BRD-Außenminister. Gespräch mit Angelika Lanninger

Interview: Gitta Düperthal

Die Frauenrechtlerin, Journalistin und deutsche Staatsbürgerin Mesale Tolu sitzt seit April in der Türkei in Haft. An diesem Montag wird ihr Prozess fortgesetzt. Vorgeworfen wird ihr Mitgliedschaft in einer terroristischen Gruppe – wie vielen anderen Journalisten auch. Sie haben eine Petition und einen offenen Brief an den geschäftsführenden Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, SPD, formuliert. Weshalb sind Sie nun auf diese Weise aktiv geworden?

Die Idee, mich mit einer Petition für Mesale einzusetzen, kam mir, nachdem das Onlinenetzwerk Campact veröffentlicht hatte, dass es dank vieler Unterschriften mit einer anderen Petition Erfolg hatte. Hunderttausende hatten einen Appell gegen einen Panzerdeal unterzeichnet: Für die neue Bundesregierung sind solche Geschäfte mit der Türkei nun zum heiklen Thema geworden. Eine Erlaubnis zum Export von Panzerbauplänen des Rüstungskonzerns Rheinmetall in die Türkei wird es nicht geben. Wir hoffen, dass auch unser Einsa...

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