16.12.2017 / Geschichte / Seite 15

Gemartertes Land

Vor 45 Jahren begannen die USA in Nordvietnam mit dem sogenannten Weihnachtsbombardement – im Januar 1973 kam es trotzdem zu einem Friedensvertrag

Hellmut Kapfenberger

Im letzten Monat des Jahres 1972 sollten nach jahrelangem Blutvergießen in ganz Vietnam die Waffen schweigen. Der Schlachtenlärm im Süden, gepaart mit zügellosem Terror des Saigoner Thieu-Regimes gegen alle patriotisch Gesinnten, sollte ebenso der Vergangenheit angehören wie die blindwütigen Bombardements und steten Schiffsartilleriekanonaden gegen den Norden. Die Voraussetzungen dafür, in diesem gemarterten Land nach mehr als siebenjährigem US-amerikanischem Feldzug friedvolle Ruhe einkehren zu lassen, waren spätestens seit Oktober gegeben. Es kam anders. Der bis dahin zu keinem Zeitpunkt unterbrochene Krieg im Süden tobte weiter, in Nordvietnam brach die Hölle los. Was geschah damals vor 45 Jahren?

Verhandlungspoker

Ein jahrelanger verbissener Verhandlungspoker zwischen den USA und der Demokratischen Republik Vietnam (DRV) war Mitte 1968 unter US-Präsident Lyndon B. Johnson in Paris mit bilateralen vorbereitenden Gesprächen für Friedensverhandlungen ein...

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