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16.12.2017 / Inland / Seite 5

Arme »Bildungsrepublik«

Staat steckt mehr Geld in Kitas, Schulen und Unis. Anteilig am BIP sind die Ausgaben aber rückläufig. Am BAföG spart der Bund sogar absolut

Ralf Wurzbacher

Die öffentlichen Mittel für Bildung in Deutschland haben nominell weiter zugelegt, reichen in Relation zur Wirtschaftskraft aber nach wie vor nicht an internationale Standards heran. Im Vorjahr investierten Bund, Länder und Gemeinden 128,4 Milliarden Euro in Kitas, Schulen, Berufs- und Hochschulen. Dies waren 4,4 Milliarden Euro oder 3,5 Prozent mehr als 2015. So steht es im Bildungsfinanzbericht 2017, den das Statistische Bundesamt am Donnerstag vorgelegt hat. Ein Plus zeigt sich auch bei den Gesamtausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft unter Berücksichtigung der Aufwendungen durch Unternehmen, Privathaushalte und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese beliefen sich auf 274,3 Milliarden Euro im Jahr 2015.

Der Bildungsfinanzbericht wird seit 2008 jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK) erstellt. Die Hälfte aller 2016 bereitgestellten staatlichen Gelder entfiel demnach au...

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