16.12.2017 / Inland / Seite 2

»Wettbewerb um Drittmittel muss beendet werden«

Neue Studie prognostiziert anhaltenden Zustrom auf Hochschulen bis 2050. Ein Gespräch mit Nicole Gohlke

Anselm Lenz

Frau Gohlke, was ist der Sinn der Universität?

Auch wenn die Vordenker des aufklärerischen Bildungsideals recht elitäre Vorstellungen davon hatten, wer studieren und sich bilden können sollte, hat Wilhelm von Humboldt zu Recht gefordert, dass die Universität von politischem Druck und wirtschaftlichen Zwängen frei arbeiten können sollte. Wir brauchen auch heute klassische Hochschulen in dem Sinn, dass dort über Gesellschaft, technische Entwicklungen und über die natürliche Welt nachgedacht und geforscht werden kann, ohne dass unmittelbar die Anwendung und Verwertung durch Unternehmen, Militär oder politische Akteure das Forschungsziel sind. Junge Menschen studieren heute genauso wie früher, glaube ich, weil sie etwas herausfinden und sich als Personen bilden wollen, aber auch, um dieses Wissen dann gesellschaftlich und beruflich einzusetzen.

Derzeit studieren in der BRD 2,8 Millionen Menschen. Sind das zu viele?

Nein. Unser Bildungssystem sollte sich nach ...

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