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15.12.2017 / Ausland / Seite 7

Fackelzug durch Budapest

Die neofaschistische Jobbik demonstriert gegen Orbán. Bürgerliche Kräfte wollen teilnehmen

Matthias István Köhler

Die neofaschistische Partei Jobbik hat für den heutigen Freitag um fünf Uhr zu einem »Fackelzug« vor dem Fidesz-Sitz in Budapest aufgerufen. Das hatte der Vorsitzende Gábor Vona am Montag im Parlament angekündigt. »Sie bauen eine dunkle Diktatur, sind ein korrupter Tyrann, der die Demokratie beenden will, und dagegen geht die Partei am Freitag auf die Straße«, sagte er, an den Ministerpräsidenten Viktor Orbán gerichtet.

Auslöser ist ein vom ungarischen Rechnungshof über Jobbik verhängtes Bußgeld von umgerechnet mehr als zwei Millionen Euro für unerlaubte Parteispenden. Diese seien ihr in Form von Vergünstigungen bei Werbeflächen für Plakate zugekommen. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch letzter Woche hatte der Fraktionsvorsitzende János Volner schon mitgeteilt, dass durch die Strafe fraglich geworden sei, ob die Partei bei den Wahlen im nächsten Frühjahr überhaupt teilnehmen werde.

Am Mittwoch vor zwei Tagen wendete sich wiederum Vona in einem offenen ...

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