12.12.2017 / Ausland / Seite 6

Streit um Grenze

Partei von Kosovos Premier Haradinaj will Abkommen mit Nachbarland Montenegro revidieren. USA und EU rufen Statthalter zur Ordnung

Roland Zschächner

In der kosovarischen Regierungskoalition knirscht es. Kern der Auseinandersetzung ist das Wiener Abkommen von 2015, das die Grenzziehung zwischen Montenegro und dem Kosovo klären soll. Uneinigkeit besteht zwischen den Koalitionspartnern in der Frage, ob die Abgeordneten wie geplant Ende Dezember über die Übereinkunft abstimmen dürfen. Die Partei von Ministerpräsident Ramush Haradinaj, die Allianz für die Zukunft Kosovos (AAK), lehnt dies kategorisch ab – zum Missfallen der westlichen Geldgeber. Die Zeitung Koha spekulierte am Montag bereits darüber, dass eine Ablehnung zu einer Verschlechterung der Beziehungen mit Brüssel und Washington führen könnte.

Neben der albanisch-nationalistischen AAK lehnt auch deren Koalitionspartner »Nisma« das Abkommen ab. Für dieses sprechen sich die beiden anderen Regierungsparteien aus, die Demokratische Partei des Kosovo von Präsident Hashim Thaci und die Neue Kosovo Allianz von Außenminister Behgjet Pacolli. Auch die Oppo...

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