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11.12.2017 / Inland / Seite 4

Genossen gegen SPD-Spitze

Friedensnobelpreis an Kampagne gegen Atomwaffen in Oslo übergeben. Bremer Bürgerschaft unterstützt UN-Verbotsvertrag für nukleare Systeme

Sönke Hundt, Bremen

In Oslo wurde am Sonntag feierlich der Friedensnobelpreis an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) überreicht. Zuvor hatte die Bremer Bürgerschaft in einer gemeinsamen Erklärung die Ehrung begrüßt und den Senat von SPD und Grünen aufgefordert, sich auf Bundesebene für die Unterzeichnung und Ratifizierung des UN-Vertrages über das Verbot von Kernwaffen einzusetzen. Die Bundesregierung von CDU, CSU und SPD hat dies bislang verweigert. Auch der amtierende SPD-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte sich dagegen ausgesprochen. Außerdem hatte er die Anfang Oktober verkündete Entscheidung des Nobelpreiskomitees für ICAN als kontraproduktiv bezeichnet und die Notwendigkeit atomarer Abschreckung betont.

ICAN-Direktorin Beatrice Fihn nahm den Preis in der norwegischen Hauptstadt gemeinsam mit der 85jährigen Setsuko Thurlow entgegen, einer Überlebenden des US-Atombombenabwurfs auf Hiroshima 1945. Thurlow erinnerte an die Auslöschung ihr...

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