Gegründet 1947 Dienstag, 15. Oktober 2019, Nr. 239
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
09.12.2017 / Thema / Seite 12

Verfluchter Reichtum

Die wirtschaftliche Entwicklung der Subsahara-Staaten ist in starkem Maße abhängig vom Abbau und Handel ihrer Rohstoffe. Die Bevölkerungen konnten davon bisher kaum profitieren. Zur ökonomischen Situation Afrikas

Jörg Goldberg

Das Schweizer Städtchen Zug, idyllisch gelegen am gleichnamigen See, ist ein passender Ort, um die wirtschaftliche Situation Afrikas – gemeint sind hier die 49 Länder des subsaharischen Afrika – zu untersuchen. Attraktiv durch niedrige Steuern ist der Ort heute einer der global bedeutendsten Handelsplätze für Rohstoffe. Platzhirsch ist Glencore, wohl der weltweit größte Rohstoffhändler und Betreiber unzähliger Förderstätten, der auch in den unlängst veröffentlichten »Paradise Papers« vorkommt: 2008 wollte die kongolesische Regierung die Bergbaulizenzen – darunter für Kupferminen – neu verhandeln. Glencore, dort stark engagiert, sollte 585 Millionen US-Dollar zahlen. Das erschien dem Konzern zuviel. Die Firma schaltete den im Kongo gut vernetzten israelischen Investor Dan Gertler ein, dem es gelang, den Betrag auf 140 Millionen zu drücken.¹

Dieser Fall beleuchtet zwei der zentralen Probleme Afrikas: die Abhängigkeit von Rohstoffen, vor allem von mineralisc...

Artikel-Länge: 19994 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €