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09.12.2017 / Ausland / Seite 8

»Menschen wenden sich von traditioneller Politik ab«

In Mittelamerika sind Rechte auf dem Vormarsch, gestärkt von Evangelikalen und reaktionären Katholiken. Gespräch mit Carlos Sandoval

Torge Löding

In Europa erleben wir vielerorts den Vormarsch der Rechten. Wie sieht es im Vergleich dazu in Mittelamerika aus?

Die kapitalistische Globalisierung hat auch hier dazu geführt, dass sich die Lebensverhältnisse verschlechtern und viele Menschen abgehängt sind. Es herrscht fast überall soziale Ausgrenzung und dazu kommt eine ungeheure Welle der Gewalt durch organisierte Kriminalität und staatliche Repression. Eine Folge davon ist Migration, und es gelingt der Rechten, daraus Profit zu schlagen. Das zeigt sich an Wahlergebnissen, wenn Kräfte, die eine »harte Hand« versprechen, Erfolge feiern. Die Menschen wenden sich von der traditionellen Politik ab und von den Medien aufgebauten sogenannten »Antipolitikern« zu.

Können Sie dafür Beispiele geben?

Der deutlichste Fall ist der aktuelle Präsident James »Jimmy« Morales in Guatemala: In dem Land in Lateinamerika, in dem am wenigsten Steuern gezahlt werden, wurde ein Fernsehclown gewählt. Auch in Costa Rica hat sic...

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