08.12.2017 / Feminismus / Seite 15

Abtreibung: »Werbeverbot« auf Prüfstand

Konservative lehnen von Parteien und Feministinnen geforderte Streichung des Paragraphen 219a ab

Jana Frielinghaus

Die Verurteilung der Gießener Ärztin Kristina Hänel zu 6.000 Euro Geldstrafe wegen unerlaubter »Werbung« für Schwangerschaftsabbrüche hat eine anachronistische Regelung ins öffentliche Bewusstsein gerückt. SPD und Grüne starteten danach eine Gesetzesinitiative für eine ersatzlose Streichung des Paragraphen 219a aus dem Strafgesetzbuch. Bereits zwei Wochen zuvor hatte die Linkspartei einen Antrag dazu in den Bundestag eingebracht. Hänel hatte auf ihrer Webseite zeitweilig Informationen über juristische Voraussetzungen für einen Abbruch und über medizinische Möglichkeiten veröffentlicht (siehe u. a. jW vom 1.12.).

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) lehnt die geforderte Gesetzesänderung strikt ab. ZdK-Präsident Thomas Sternberg erklärte am Dienstag in Berlin, das menschliche Leben »mit seiner unbedingten Würde« müsse »von seinem Beginn als Em­bryo bis zum Tod geschützt werden«. Er erinnerte daran, dass der Schwangerschaftsabbruch nach deutsche...

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