07.12.2017 / Feuilleton / Seite 10

Sophia und der Gesäßsimulator

Thomas Wagner

»Träumen Androiden von elektrischen Schafen?« heißt ein dystopischer Roman von Philip K. Dick aus dem Jahr 1968, der später zur Vorlage des bekannteren Films »Blade Runner« werden sollte. Film und Buch kreisen um ein Thema, das lange nur für eingefleischte ­Science-Fiction-Fans interessant zu sein schien: die Verwischung der Grenzen zwischen Mensch und Maschine. Mittlerweile geht die fortschreitende Robotisierung der Arbeitswelt so ziemlich jeden was an. Alle möglichen Teilfunktionen des menschlichen Körpers werden bereits simuliert. In den Fabrikhallen des US-amerikanischen Automobilkonzerns Ford etwa kommt eine Maschine zum Einsatz, die das menschliche Gesäß nachahmt und unterschiedliche »Sitzmuster« erkennen soll, die von den Technikern des Unternehmens ersonnen worden sind.

Innerhalb eines dreiwöchigen Belastungstests setzt sich dieser künstliche Hintern 25.000mal in ein Auto. Auswirkungen einer ungefähr zehnjährigen Nutzung durch unterschiedlich s...

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