06.12.2017 / Feuilleton / Seite 11

Ein Hund namens Dante

Das Land der Toten ist ein altes Musical: Der neue Pixar-Film »Coco«

Peer Schmitt

Was soll man von einem Film halten, dessen Titelfigur eine annähernd 100jährige Frau mit dem seligen Lächeln von Weisheit und Demenz ist, deren Ableben die Handlung glücklich beschließt? Die Stunden sind zweifellos gezählt in »Coco – Lebendiger als das Leben«, dem neuen Animationsfilm aus dem Hause Pixar/Disney. Wessen Stunden aber genau? Die von uns allen?

Die Zahlen sprechen für sich. Nach dem Startwochenende steht »Coco« hierzulande mit knapp 200.000 Zuschauern auf Platz eins der Kinocharts. In den USA hat der Film bereits über 100 Millionen Dollar eingespielt.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: »Coco« gehört zu den sehenswerteren und irgendwie auch nachdenklicheren Filmen, die zur Zeit auf dem Markt sind. Er schlägt ziemlich morbide Töne an, ohne auf die geschäftsbedingte Familienfreundlichkeit zu verzichten, ganz im Gegenteil. Die Einfriedung des Todes verdankt sich dem kulturellen Motiv, das hier dankbar abgestaubt wurde. Es ist der kar...

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